Technisches SEO
Holger Lentz
8 min.
Google Unternehmensprofil optimieren: Die komplette Checkliste
Ihr Google Unternehmensprofil ist oft der erste Kontakt zwischen Ihrem Betrieb und einem neuen Kunden. Wer nach einem Handwerker, einer Praxis oder einem Geschäft in der Nähe sucht, sieht zuerst die Profile im lokalen Bereich der Suchergebnisse und erst danach eine Website. Trotzdem sind viele Profile nur halb ausgefüllt: alte Öffnungszeiten, keine Fotos, keine Antworten auf Bewertungen. In diesem Artikel gehen wir Schritt für Schritt durch, was ein vollständiges Profil ausmacht. Am Ende finden Sie die komplette Checkliste zum Abhaken.
Google Unternehmensprofil optimieren: Warum sich der Aufwand lohnt
Google zeigt bei lokalen Suchanfragen drei Profile prominent über den normalen Suchergebnissen an, das sogenannte Map Pack. Welche drei Betriebe dort stehen, entscheiden im Kern drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Auf die Entfernung haben Sie keinen Einfluss. Auf Relevanz und Bekanntheit dagegen sehr wohl, und genau hier setzt die Profilpflege an.
Ein vollständiges Profil liefert Google mehr Signale, für welche Suchanfragen Ihr Betrieb relevant ist. Und es liefert Ihren Kunden mehr Gründe, Sie anzurufen statt den Mitbewerber. Profile mit vollständigen Angaben, aktuellen Fotos und frischen Bewertungen erhalten spürbar mehr Anrufe und Routenanfragen. Wie das Ranking in der Kartenansicht im Detail funktioniert, lesen Sie in unserem Artikel zum Thema Google Maps Ranking verbessern.
Die Basis: Grunddaten vollständig und überall identisch
Bevor es an Feinheiten geht, muss das Fundament stimmen. Prüfen Sie zuerst diese Punkte:
Name, Adresse, Telefonnummer: Exakt so schreiben wie auf Ihrer Website und in Branchenverzeichnissen. Schon kleine Abweichungen wie GmbH mal mit, mal ohne verwirren Google.
Öffnungszeiten: Aktuell halten, inklusive Feiertagen und Betriebsferien. Nichts ärgert Kunden mehr als eine verschlossene Tür trotz Angabe geöffnet.
Website und Terminlink: Verlinken Sie auf die Seite, die zur Suche passt. Für einen Malerbetrieb ist das eher die Leistungsseite als die Startseite.
Unternehmensbeschreibung: Nutzen Sie die 750 Zeichen. Nennen Sie Ihre wichtigsten Leistungen und Ihre Region in natürlichen Sätzen, ohne Keyword-Aufzählung.
Einzugsgebiet: Wenn Sie Kunden vor Ort besuchen, definieren Sie Ihr Servicegebiet realistisch. Zwanzig Städte anzugeben bringt kein besseres Ranking.
Kategorien, Leistungen und Attribute richtig setzen
Die Hauptkategorie ist der stärkste einzelne Hebel in Ihrem Profil. Sie entscheidet, für welche Suchanfragen Google Sie überhaupt in Betracht zieht. Wählen Sie die spezifischste Kategorie, die Ihr Kerngeschäft beschreibt, also Dachdecker statt Bauunternehmen. Warum das so viel ausmacht und wie Sie die passende Kategorie finden, erklären wir ausführlich im Beitrag zur richtigen Hauptkategorie.
Ergänzen Sie danach Zusatzkategorien für weitere Geschäftsbereiche und pflegen Sie den Bereich Leistungen: Jede Leistung bekommt einen eigenen Eintrag mit kurzer Beschreibung. Auch Attribute wie barrierefrei, Terminvereinbarung erforderlich oder kostenlose Parkplätze helfen Kunden bei der Entscheidung und füllen Ihr Profil weiter auf.
Fotos, Beiträge und Fragen: So bleibt Ihr Profil lebendig
Google bevorzugt Profile, die gepflegt aussehen und regelmäßig Aktivität zeigen. Drei Bereiche zahlen darauf ein:
Fotos: Echte Bilder statt Symbolfotos. Zeigen Sie Ihr Team, Ihre Räume, Ihre Fahrzeuge und fertige Projekte. Laden Sie mindestens einmal im Monat neue Bilder hoch.
Beiträge: Kurze Updates zu Angeboten, Projekten oder Neuigkeiten signalisieren Google und Ihren Kunden, dass der Betrieb aktiv ist. Ein Beitrag pro Woche bis alle zwei Wochen reicht.
Fragen und Antworten: Diesen Bereich können Sie selbst befüllen. Stellen Sie die fünf häufigsten Kundenfragen ein und beantworten Sie sie direkt. So räumen Sie Einwände aus, bevor jemand anruft.
Bewertungen: Der stärkste Vertrauensfaktor
Bewertungen beeinflussen sowohl Ihr Ranking als auch die Entscheidung des Kunden, wen er kontaktiert. Wichtig sind dabei drei Dinge: die Anzahl, die Aktualität und Ihre Antworten. Bitten Sie zufriedene Kunden systematisch um eine Bewertung, am besten direkt nach Abschluss des Auftrags mit einem kurzen Link oder QR-Code. Und antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf kritische, sachlich und freundlich. Eine ausführliche Anleitung mit Vorlagen finden Sie in unserem Artikel Mehr Google Bewertungen bekommen.
Die komplette Checkliste zum Abhaken
Damit Sie nichts vergessen, hier alle Punkte kompakt:
Name, Adresse und Telefonnummer identisch mit Website und Verzeichnissen
Öffnungszeiten aktuell, Feiertage gepflegt
Passende Hauptkategorie plus sinnvolle Zusatzkategorien
Alle Leistungen mit Beschreibung eingetragen
Unternehmensbeschreibung mit Leistungen und Region ausgefüllt
Attribute vollständig gesetzt
Mindestens zehn echte Fotos, monatlich neue
Regelmäßige Beiträge, mindestens zweimal im Monat
Fragen und Antworten selbst befüllt
Bewertungen aktiv gesammelt, alle beantwortet
Website-Verlinkung auf die passende Unterseite
Wenn Sie diese Liste einmal sauber abarbeiten und danach monatlich eine halbe Stunde in die Pflege investieren, sind Sie den meisten Mitbewerbern in Ihrer Region bereits voraus. Wie wir lokale Betriebe dabei unterstützen, dauerhaft sichtbar zu werden, sehen Sie auf unserer Seite für lokale Unternehmen.
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