08.01.2026

Webagentur vs Freelancer: Was passt besser für Ihre Webseite?

Webagentur vs Freelancer
Webagentur vs Freelancer

Sie wollen eine neue Webseite erstellen lassen oder einen Relaunch planen und stehen vor der Frage: Webagentur vs Freelancer. Beide Optionen können sehr gut funktionieren. Entscheidend ist nicht, was grundsätzlich besser ist, sondern was zu Ziel, Umfang, Geschwindigkeit und internen Kapazitäten passt.

In diesem Beitrag bekommen Sie eine klare Entscheidungshilfe: Unterschiede, typische Kostenlogik, Risiken und eine Checkliste fürs Erstgespräch.

Kurzentscheidung: Wann ist eine Agentur sinnvoll, wann ein Freelancer?

Eine Webagentur passt oft besser, wenn

  • mehrere Leistungen gleichzeitig gebraucht werden, zum Beispiel Konzept, Design, Entwicklung, Texte, SEO und Tracking

  • das Projekt kritisch ist, zum Beispiel Relaunch, Leadgenerierung, viele Unterseiten oder mehrere Beteiligte

  • Sie Vertretung und Kapazitätssicherheit wollen, etwa bei Urlaub oder Krankheit

  • Sie nach dem Launch laufende Betreuung planen

Ein Freelancer passt oft besser, wenn

  • der Umfang klar begrenzt ist, zum Beispiel eine kleine Webseite, eine einzelne Landingpage oder eine konkrete Aufgabe

  • Sie sehr direkte Kommunikation wollen, ohne zusätzliche Abstimmungsrunden

  • Sie schnell starten möchten und einen festen Ansprechpartner bevorzugen

  • Sie intern vieles bereits vorbereitet haben, zum Beispiel Texte, Struktur und CI

Die wichtigsten Unterschiede im Vergleich

1) Leistung und Spezialisierung: Team versus Einzelperson

Eine Agentur kann Aufgaben auf mehrere Rollen verteilen, zum Beispiel Projektleitung, Design, Entwicklung, SEO und Tracking. Ein Freelancer ist oft stärker auf einen Kernbereich fokussiert und kann sehr effizient sein, wenn genau dieser Bereich gebraucht wird.

Praxisregel: Je mehr Themen gleichzeitig sauber gelöst werden müssen, desto eher spricht das für ein Team.

2) Kommunikation und Verantwortung

Mit einem Freelancer sprechen Sie meist direkt mit der Person, die umsetzt. Das ist schnell, klar und spart Abstimmung. Bei einer Agentur haben Sie häufig eine Projektleitung plus Spezialisten im Hintergrund. Das bringt Struktur, kann aber mehr Abstimmung bedeuten.

Wichtig: Klären Sie in beiden Fällen schriftlich, wer entscheidet, wer liefert und wer abnimmt. Das spart später Diskussionen.

3) Geschwindigkeit und Verfügbarkeit

Ein Freelancer kann sehr schnell sein, wenn Zeitfenster frei sind. Wenn parallel viele Projekte laufen oder ein Ausfall passiert, steht das Projekt eher still. Eine Agentur kann Ausfälle oft besser abfedern, weil Aufgaben intern verteilt werden können.

4) Qualität: Nicht Agentur gleich gut, nicht Freelancer gleich gut

Qualität hängt weniger vom Modell ab, sondern von:

  • Referenzen, die zu Ihrer Branche passen

  • Prozess und Briefing

  • sauberer Umsetzung, Technik, Ladezeit, Tracking und SEO Grundlagen

  • Klarheit bei Texten und Angebot

Es gibt hervorragende Freelancer und schwache Agenturen, und umgekehrt. Achten Sie auf Arbeitsproben und darauf, ob die Ergebnisse messbar sind.

Kosten: Webagentur oder Freelancer, worauf es wirklich ankommt

Viele suchen nach „Agentur oder Freelancer Webdesign Kosten“. Die ehrliche Antwort lautet: Nicht das Modell entscheidet allein, sondern Umfang, Anspruch und Prozess.

Typische Abrechnungsmodelle

  • Festpreis, häufig bei Agenturen, manchmal auch bei Freelancern

  • Stundensatz, häufig bei Freelancern, auch bei Agenturen für laufende Betreuung

Stundensätze liegen je nach Erfahrung und Spezialisierung grob oft im Bereich von 60 bis 120 Euro bei Freelancern, teils höher bei sehr spezialisierten Anbietern. Agenturen liegen je nach Standort, Team und Leistungsumfang häufig höher, weil Infrastruktur und Projektmanagement mitfinanziert werden.

Zusatzkosten, die viele vergessen

Unabhängig davon, ob Freelancer oder Agentur: Domain, Hosting und gegebenenfalls Lizenzen kommen häufig zusätzlich dazu. Ein seriöser Anbieter weist darauf hin und plant das transparent ein.

So vergleichen Sie Angebote fair

Vergleichen Sie nicht nur den Endpreis, sondern diese Punkte:

  • Sind Strategie, Struktur, Inhalte und SEO Grundlagen enthalten?

  • Gibt es ein sauberes Tracking Konzept, etwa Anfragen, Telefonklicks und Formulare?

  • Ist Support nach Launch geregelt?

  • Wer liefert Texte und Bilder?

  • Wie viele Korrekturschleifen sind eingeplant?

Die häufigsten Risiken und wie Sie sie vermeiden

Risiko 1: Sie kaufen nur Design, aber brauchen Leads

Wenn Ihr Ziel Anfragen sind, muss die Webseite als Vertriebskanal funktionieren: klare Struktur, überzeugende Texte, passende Landingpages und Messbarkeit. Klären Sie das Ziel früh und lassen Sie sich erklären, wie es erreicht wird.

Risiko 2: Unklare Zuständigkeiten, am Ende macht es keiner

Typisch ist, dass Inhalte zu spät kommen und die Seite halb fertig stehen bleibt. Legen Sie deshalb fest, wer was bis wann liefert, wer final entscheidet und was passiert, wenn Inhalte fehlen.

Risiko 3: Abhängigkeit von einer Person oder fehlende Dokumentation

Bei Freelancern ist Vertretung ein Thema, bei Agenturen manchmal der Wechsel der Ansprechpartner. Lösung: Dokumentation vereinbaren, inklusive Zugänge, Hosting, DNS, CMS, Tracking und Wartung.


Checkliste fürs Erstgespräch: Diese Fragen sollten Sie stellen

Projekt und Ziele

  1. Was ist das konkrete Ziel, mehr Anfragen, mehr Bewerbungen oder mehr Termine?

  2. Welche Seiten braucht es dafür wirklich?

  3. Wie wird Erfolg gemessen und welche Ziele werden eingerichtet?

Prozess

  1. Wie läuft das Projekt ab, welche Schritte und welche Deadlines gibt es?

  2. Wer schreibt die Texte und wer liefert Bilder?

  3. Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten?

Technik und SEO

  1. Wird eine saubere Struktur eingeplant, inklusive URLs, interner Verlinkung und Weiterleitungen beim Relaunch?

  2. Was wird für Ladezeit und Mobiloptimierung getan?

  3. Wie werden Tracking und Datenschutz umgesetzt?

Betreuung

  1. Was passiert nach dem Launch, Updates, Wartung und kleine Änderungen?

  2. Wie schnell bekommen Sie Support?

  3. Bekommen Sie alle Zugänge und eine kurze Dokumentation?


Fazit: Webagentur vs Freelancer, die beste Wahl ist die, die zu Ihrem Ziel passt

Wenn Sie schnell eine klar definierte Webseite oder Landingpage umsetzen wollen und ein direkter Ansprechpartner wichtig ist, kann ein Freelancer ideal sein. Wenn Sie Sicherheit, Teamleistung und ein sauberes Setup für langfristige Leadgenerierung brauchen, ist eine Agentur häufig die bessere Wahl.

Wenn Sie möchten, prüfen wir kurz, was für Ihr Vorhaben sinnvoller ist und welche Seitenstruktur für SEO und Anfragen am meisten bringt.


FAQ

Was ist günstiger, Webagentur oder Freelancer?

Oft ist ein Freelancer günstiger, weil weniger Overhead anfällt. Entscheidend sind aber Umfang, Anspruch und ob zusätzliche Leistungen wie Texte, SEO und Tracking enthalten sind.

Wer ist besser für SEO, Agentur oder Freelancer?

Beides kann funktionieren. Wichtig ist, dass SEO nicht nur als Blog verstanden wird, sondern als Struktur, Inhalte, Technik und Messbarkeit. Fragen Sie nach konkreten Beispielen und Prozessen.

Sollte ich mir ein Festpreis Angebot geben lassen?

Für klar definierte Projekte ist Festpreis sinnvoll. Bei offenen Umfängen ist ein Budgetrahmen plus Stundensatz oft fairer. Klären Sie immer, was genau enthalten ist.