Technisches SEO
Holger Lentz
6 min.
Keywords im Text platzieren: So schreiben Sie für Google und Kunden
Sie haben Ihre Suchbegriffe gefunden und den Text geschrieben. Trotzdem taucht die Seite bei Google nicht auf. Häufig liegt es nicht am Thema, sondern daran, wo die Suchbegriffe im Text stehen. Google liest eine Seite nicht wie ein Mensch von oben nach unten, sondern achtet auf bestimmte Stellen besonders stark. Wer diese Stellen kennt, holt aus dem gleichen Text deutlich mehr heraus. Dieser Artikel zeigt lokalen Betrieben, worauf es dabei ankommt.
Keywords im Text platzieren: Warum die Position wichtiger ist als die Menge
Lange galt die Regel, ein Suchbegriff müsse eine bestimmte Anzahl Mal im Text vorkommen. Das ist überholt. Google bewertet heute, ob eine Seite ein Thema sauber abdeckt, nicht ob ein Wort oft genug wiederholt wurde. Entscheidend ist, dass der Begriff an den Stellen steht, die Google als Signal für den Seiteninhalt nutzt. Ein Text mit drei gut gesetzten Erwähnungen schlägt einen Text mit fünfzehn zufällig verteilten.
Für Sie als Betrieb heißt das: Sie müssen nicht anders schreiben als sonst. Sie müssen nur wissen, an welchen Stellen Sie den Begriff bewusst einsetzen.
Diese fünf Stellen zählen wirklich
Wenn Sie nur begrenzt Zeit haben, konzentrieren Sie sich auf diese Punkte:
Seitentitel (Title Tag): Das ist die blaue Zeile in den Suchergebnissen. Der Suchbegriff gehört möglichst weit nach vorne, zusammen mit dem Ort, wenn Sie regional arbeiten.
H1 Überschrift: Die Hauptüberschrift der Seite. Sie darf sich vom Titel leicht unterscheiden, sollte den Begriff aber enthalten.
Erster Absatz: In den ersten zwei bis drei Sätzen sollte klar werden, worum es geht. Hier gehört der Begriff hinein, natürlich formuliert.
Mindestens eine Zwischenüberschrift: H2 Überschriften strukturieren den Text und geben Google zusätzliche Hinweise auf das Thema.
Bild-Alt-Text und Dateiname: Ein Foto namens IMG_4821.jpg sagt niemandem etwas. Benennen Sie es nach dem, was zu sehen ist.
Diese fünf Punkte lassen sich in zehn Minuten pro Seite prüfen. Für viele lokale Betriebe ist das der schnellste Hebel überhaupt, weil die Texte längst da sind und nur an den richtigen Stellen nachgeschärft werden müssen.
Wie oft darf der Begriff vorkommen?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Eine brauchbare Faustregel: Lesen Sie den Text laut vor. Klingt eine Stelle gestelzt, weil der Begriff dort erzwungen wirkt, streichen Sie ihn. Bei einem Text von 800 Wörtern reichen in der Regel drei bis fünf natürliche Erwähnungen plus die Platzierungen in Titel und Überschriften.
Wichtiger als die Häufigkeit ist die Umgebung. Wenn Sie über Badsanierung schreiben, erwartet Google Wörter wie Fliesen, Dusche, Barrierefreiheit, Kostenrahmen oder Termin. Diese Begriffe entstehen von selbst, wenn Sie fachlich über Ihre Arbeit schreiben. Genau das ist der Vorteil, den Betriebe gegenüber allgemeinen Textagenturen haben.
Varianten nutzen statt das gleiche Wort wiederholen
Suchmaschinen verstehen längst, dass Elektriker, Elektrofachbetrieb und Elektroinstallation zusammengehören. Nutzen Sie das. Statt zehnmal denselben Begriff zu schreiben, arbeiten Sie mit:
Singular und Plural
Fachbegriff und Alltagssprache, etwa Heizungswartung und Heizung warten lassen
Begriff mit und ohne Ortsangabe
Fragen, wie Kunden sie tatsächlich stellen
So decken Sie mehr Suchanfragen ab und der Text bleibt lesbar. Welche Varianten sich lohnen, finden Sie ohne Budget heraus. Wie das geht, steht in unserem Beitrag zur Keyword-Recherche ohne teure Tools.
Typische Fehler, die Rankings kosten
Diese Punkte sehen wir in der Praxis am häufigsten:
Keyword-Stuffing: Der Begriff steht in jedem zweiten Satz. Das wirkt unseriös und schreckt Besucher ab, bevor Google überhaupt eingreifen muss.
Kreative Überschriften ohne Substanz: Eine H1 wie "Willkommen bei uns" verschenkt die wichtigste Stelle der ganzen Seite.
Alles auf einer Seite: Wer zwölf Leistungen auf der Startseite unterbringt, rankt für keine davon richtig. Jede wichtige Leistung braucht eine eigene Seite.
Begriff passt nicht zur Absicht: Wer nach einem Preis sucht, will keinen Ratgeber. Wie Sie das auseinanderhalten, erklären wir unter Suchintention verstehen.
So gehen Sie in der Praxis vor
Nehmen Sie sich Ihre drei wichtigsten Seiten vor, meist sind das die Startseite und zwei Leistungsseiten. Legen Sie für jede Seite genau einen Hauptbegriff fest. Prüfen Sie dann die fünf Positionen aus dem zweiten Abschnitt und passen Sie an, was fehlt. Danach lesen Sie den Text einmal laut vor und streichen jede Stelle, die nach Suchmaschine klingt statt nach Ihrem Betrieb.
Dieser Durchlauf dauert pro Seite etwa eine halbe Stunde und wirkt oft schon nach wenigen Wochen. Wichtig ist, dass Sie eine Seite nicht mit Begriffen überladen, die eigentlich auf eine andere gehören. Wie ein sauber aufgebauter Seitenaufbau für lokale Betriebe aussieht, zeigen wir auf unserer Seite für lokale Unternehmen.
Sie wissen nicht, welcher Begriff zu welcher Seite gehört, oder Ihre Texte ranken trotz guter Arbeit nicht? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Wir schauen uns Ihre wichtigsten Seiten an und sagen Ihnen konkret, wo die Suchbegriffe fehlen.


